Freitag, 21. April 2017

Die Frechheit des Jahres


In seinem neusten Artikel in Haaretz hat Gideon Levy zugeschlagen. Wohl von der Haaretz Geschäftsleitung beauftragt, denen Abonnenten davonschwimmen. Wie ich haben einige tausend Leser ihr Abo von Haaretz annulliert sehr viele davon, wieder wie ich, mit der Begründung den von Gideon Levy geschrieben Hass auf Israel, seine Lügen zur selbst verursachten Not der Palästinenser in den besetzten Gebieten der Westbank und letztendlich sein absolutes Desinteresse für die Opfer palästinensischen Terrors seien ein Skandal. Nach der Kündigung meines Abos rief mir zweimal ein Mitglied der Haaretz-Redaktion an und wollte wissen warum. Nachdem ich ihm mein Missfallen über Gideon Levy ausdrückte und sagte, dass ich denke Gideon Levy sein eigenes Geschreibsel kaum selbst glauben werde, sagte mir der Redaktion tatsächlich, ich könnte da Recht haben. Levis hier erwähnter Artikel in Haaretz (http://www.haaretz.com/opinion/1.784352), von dem ich den Eindruck erhielt er sei in zwei verschiedenen Versionen veröffentlicht worden, ist eine Beleidigung jedes Lesers, der sich seinen Manipulationsversuchen verweigert. Durch meine Tätigkeit in einer grossen arabischen Kunstgalerie hatte ich die Ehre Gideon Levy wenige Male persönlich zu treffen und mit ihm Worte zu wechseln. Die Einseitigkeit seiner Interessen und seine totale Humorlosigkeit stiessen mich ab.

Seine Persönlichkeit ist wundervoll dargestellt in Tuvia Tenenboms Buch «Catch the Jew!» S. 119 125. Ich besitze nur die englische Orginalausgabe. Hier daraus ein paar punktuelle Juwelen, von mir zum Teil selbst übersetzt:

  • ·        Frage an Levy: Ist die israelische Nation von Natur aus brutal? Antwort: Absolut nicht: Aber in einem sind sie (die Israeli) anders in ihrer Mentalität als andere Nationen: in ihrem Glauben sie seien das auserwählte Volk ...., seien besser als andere, es gebühre ihnen mehr als anderen ......
Mein Kommentar: auch wenn das mit dem «auserwählten Volk» ein völliger Käse ist, bleibt es die traditionelle Antwort eines Antisemiten oder jüdischen Selbsthassers.
  • ·        Levy: «ich vergleiche Israel mit Südafrika während der Apartheid».
  • ·        Gideon Levy spricht nicht Arabisch. Als Antwort auf die Frage, wie er denn über die fürchterlichen Dinge, welche Israels Armee in der Westbank anstelle, berichten könne, ohne Arabisch  zu verstehen, weist er darauf hin, dass sein Team aus Arabischsprechern bestehe. Damit sind diejenigen, die nicht Arabisch sprechen, ihren Übersetzern völlig ausgeliefert und unfähig sich selbstständig eine eigene Meinung zu bilden.
  • ·        Eine interessante Aussage von Levy: «Ich denke», sagt er Tenenbom, «dass der durchschnittlichen Palästinenser zweifellos mehr den Frieden will, als der durchschnittliche Israeli». Sind in dieser Aussage arabische Israeli eingeschlossen? Auch sagt er im gleichen Abschnitt: «Alle meine Freunde sind Israelis. Ich habe keine palästinensischen Freunde». Ein trauriges Geständnis. Levy widmet sein ganzes Leben der palästinensischen Sache, doch kein Palästinenser befreundet ihn. Man könnte auf den Gedanken kommen, die Palästinenser seien ihm eigentlich egal.
  • ·        Er sei ein israelischer Patriot, sagte er zu Tenenbom. Er wolle sein Israel, seine Juden zum einem Volk der Übermenschen werden und Gewehrkugeln mit einem Kuss zu beantworten, statt sich zu verteidigen. Kurz: Juden sollen Jesus sein und am Kreuz sterben. Ich nehme an, dass diese Auslegung levyscher Ideologie von Tenenbom stammt.
Gideon Levy geht wöchentlich leidende Palästinenser in der Westbank besuchen, deren Leiden er dann in der Wochenendausgabe von Haaretz publiziert. Das kann ich bestätigen, denn noch immer lese ich diese. Über israelische Terroropfer (Juden und Araber) berichtet er nicht. Das interessiert ihn nicht.

Gideon Levy hat eine Marktlücke entdeckt, die er endlos ausquetscht. Diese Marktlücke heisst «Israelische Besetzung und die Leiden der Palästinenser», ohne das in irgendeinen Kontext zu setzen. Damit wurde er völlig und ohne wirklichen Grund zum zum anerkannten Guru westlicher antiisraelischer Kreise und «Experten» dieses Themas. Einen Kontext für das von ihm berichtete und kritisierte damit wiederhole ich mich unterlässt er grundsätzlich zu erwähnen.

Ich nehme an, dass er mit dieser Marktlücke gut verdient und auch israelische Einkommenssteuern zahlt, mit denen die bösen Israelis die armen Palästinenser sekieren können. Nevermind deren Terror und Judenhass und dessen israelische Opfer, Juden und Araber.

Es gibt viel in Israel, das stark verbesserungswürdig ist. Wie beispielsweise die Regierungspolitik im Zusammenhang mit dem Gesundheits- und Schulwesen. Die Verteilung staatlich-finanzieller Mittel ist skandalös, Religion wird in jeder Hinsicht missbraucht, nicht gegenüber arabischen Bürgern, sondern gegenüber jenen Bürgern (auch jenen der arbeitenden Minderheiten), die dem Staat beitragen, statt ihn durch unberechtigte finanzielle Ansprüche oder Verweigerung bürgerlichen Pflichten zu plündern. Der durch den Staat tolerierte, ja unterstützte religiöse Vergewaltigung seiner Bürger, denen normale Bürgerrechte via Oberrabbinat vorenthalten werden. Doch das sind Probleme, die ich hier nur als die wirklichen Probleme Israels nenne. Die Not der Palästinenser ist vor allem ein politisch motivierter Etikettenschwindel, fast ausschliesslich beruhend auf palästinensischer Lügenpolitik und der absoluten Korruption und internen Gewalttätigkeit  palästinensischer Politik und ihrer Vertreter. Das ist ein Thema dem Gideon Levy noch nie ein Wort gewidmet hat. 

Kommentare:

Alexander Scheiner, Israel hat gesagt…

Der Haaretz gehört zu 20% dem teutonischen Verlag DuMont Schauberg. Über die Beziehungen der Familie DuMont im 2. Weltkrieg mit den Nazis und über die antisemitischen und antiisraelischen Berichte in der DuMont Presse kann im Wikipedia nachgelesen werden.

Ich empfehle dem mündigen Leser dringend, den Haaretz zu ächten. Es gibt bessere Zeitungen.

Uris Tagebuch hat gesagt…

Leider stimmt das so nicht. Eine bessere Zeitung in englischer Sprache - der internationale Einfluss von Haaretz geht von der englischen Ausgabe aus - ist nun mal journalistisch besser und umfassender als die der Konkurrenz, der Jerusalem Post, in der eine Caroline Glick Levys Posten im Gegenextrem einnimmt. Trotz Gideon Levy und Kumpanen. Es sind eben auch Leute wie Avineri oder der leider über eine Frauenaffäre gestolperte Ari Shavit zu lesen, die tatsächlich etwas zu sagen haben und ein menschliches Niveau und Können besitzen, das Levy abgeht. Trotzdem, der alte Salman Schocken wird sich wohl heute über einen Gideon Levy & Co. im Grab umdrehen. Hüten wir uns so stark in einen rechten Extremismus zu fallen, wie es Levy nach links tut.